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Altes Brauchtum

Mariae Heimsuchung (2. Juli):

Dieser Tag wurde 1246 durch Bonaventura für die Franziskaner in den Festkalender der Kirche eingeführt und ab 1389 von der gesamten römisch-katholischen Kirche als Feiertag übernommen. An diesem Tag ging die schwangere Maria zu ihrer Base Elisabeth übers Gebirge. Für die Fruchtbarkeit des Spätsommers ist diese Wanderung bedeutsam und die Bauern halten es in vielen Wetterregeln fest. "Regnet's am Tag unserer lieben Frauen / da sie das Gebirg tät beschauen / so wird sich das Regenwetter mehren / und vierzig Tag nacheinander währen." Diese Aussicht würde Schlimmes für die Ernte bedeuten. "Ist's aber schön an diesem Tag / viel Frucht man sich versprechen mag." Dies ist die tröstliche Variante und um Petrus zu bestechen hing man Rosenkränze und Haselzweige ins Fenster. Früher war Mariae Heimsuchung ein alter Zinstag und im Schwäbischen erlosch erst an diesem Tag das Johannisfeuer. Da auch die Bienen unter dem persönlichen Schutz Mariens stehen, weiß der Imker: "Heimsuchung schönes Wetter, bringt ein gutes Honigjahr!" Früher beteten am 2. Juli kinderlose und schwangere Frauen in der Kirche vor einem Marienbild um baldige Schwangerschaft oder glückliche Niederkunft.

 

 

 

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