Obwohl der August in unseren Breiten noch zum Hochsommer gehört, macht sich doch die abnehmende Tageslänge immer stärker bemerkbar. Die im Juli beginnenden heißen "Hundstage" dauern meist noch bis zur Monatsmitte und werden dann durch eine meist kühle und regnerische Witterung abgelöst. Viele Bauernregeln weisen mit ihren Vorhersagen deshalb schon auf den kommenden Herbst und Winter hin (Bartholomä am 24. August). In unseren Breiten ist der August der traditionelle Erntemonat, beginnend mit der Sommergerste (1.8.), dem Winterweizen (8.8.), Hafer und Frühkartoffeln (9.8.), den Zwetschgen (19.8.) und endend mit dem schwarzen Holunder (Monatsende).
Die Bauernregel spielt auf die Erhaltungsneigung der Atmospäre an. Ist das Wetter um diese Zeit unbeständig, so wird es auch in 60% aller Fälle die nächsten Tage so bleiben. Ist es dagegen schön, ist die Wahrscheinlichkeit, daß die nächsten Tage ebenfalls schön werden in 3 von 4 Jahren gegeben.
Fällt um Bartholomäus überdurchschnittlich viel Regen, so wird der Herbst in 7 von 10 Jahren zu trocken. Dies gilt weniger für den Monat September, als vielmehr für die Monate Oktober und November.
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