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September
 

In unseren Breiten beginnt der September meist mit warmer Witterung, welche um die Monatsmitte von feuchter, kühler Luft abgelöst wird, die dann in den sog. "Altweibersommer" mündet. Diese Bezeichnung gibt es im deutschen Sprachraum allerdings noch nicht lange, denn früher sprach man von einem "Witwensommer" oder "St. Michaelis-Sommer". Im September überwiegen in unseren Breiten fast immer die stabilen Hochdrucklagen, die meist weit in den Oktober hineinreichen. Auf Grund der kühleren Witterung bilden sich im September dann auch die ersten Nebel. Die Zugvögel machen sich meist anfangs September auf den Weg in den Süden, die Monatsmitte zeigt fast immer die Frucht der Roßkastanie an.

Einige Lostage des Monats:

14. September

Ist's hell am Kreuzerhöhungstag,
so folgt ein strenger Winter nach.

Ist es an diesem Tag überdurchschnittlich sonnig, so folgt in 3 von 5 Jahren ein Winter, welcher im Januar und Februar überdurchschnittlich kalt ist.


29. September

Michel mit Nord und Ost,
kündet klirrenden Frost.

Wenn Michael durch die Pfützen geht,
ein milder Winter vor uns steht.

Michel steck das Licht an,
das Gesinde muß zum Spinnen ran.

Um den Tag des Heiligen St. Michael ranken sich eine ganze Reihe von Bauernregeln, da er ein wichtiger Lostag im Leben unserer Vorfahren war. Diese Regeln haben alle einen sehr hohen Wahrscheinlichkeitswert.Die erste Regel gilt allerdings mehr für den Alpenraum als für den nördlichen und mittleren Bereich Deutschlands. Auch wenn es am Tage noch warm ist, können die letzten Septembernächte dort bereits den ersten Frost bringen.Der Michaelistag soll auch Aufschluß über den nächsten Winter geben, wie uns die zweite Regel bedeutet. Regnet es zum Monatsende, so folgt in 2 von 3 Jahren ein zu milder Winter.Da die Abende im September immer länger werden und die Feldarbeit getan war, begann bei unseren Vorfahren die gemeinsame Arbeit in den sog. "Lichtstuben". Es wurden damals wegen der hohen Kosten für die Beleuchtung nur in einer Stube häusliche Arbeiten verrichtet. Zumeist wurde die Kleidung und das Feldgerät ausgebessert und vor allen Dingen gesponnen.


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